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Meine Gedanken

Nicht totzukriegen

Lange lange gab es kaum etwas von mir zu hören oder zu sehen.

Ja ich hatte mich sehr zurückgezogen, der Unfall vom 4 Januar 2016 bei dem ich mein linkes Auge verlor, die daraus resultierende Verrentung und die fehlende Arbeit, die Geburt meines zweiten Sohnes im März 2018. All das hat mich sehr in Beschlag genommen. Ausserdem gebe ich auch gerne zu das mir die Szene von heute sehr fremdgeworden war.

Aber, ich wäre ja nicht ich wenn ich einfach aufgeben würde 🙂

Neben meinem „Dojo“, einem Haus das ich bei mir in den Garten gebaut habe, wurde mir auch noch die Leitung des Stuttgarter Fesseltreffens übertragen. Hier lernte ich einige nette Leute kennen die zu guten Freunden wurden und mir auch immer neuen Auftrieb geben. Irgendwann entstand dann die Idee zu Kizuna und der Kizuna Juku unter meiner Leitung. Was ist nun eine Juku ohne Ryu die man unterrichten kann ? Da ich kein offizieller Ausbilder einer bekannten Fesselschule bin, da mein Fesselstil sich aus sehr vielen verschiedenen Teilen zusammensetzt die Schulübergreifend sind, habe ich angefangen über eine eigene Ryu nachzudenken. Wer mich kennt weiß das das bei mir bedeutet ich denke solange drauf rum bis ich die fertige Ryu nur noch neiderschreiben muss *lach*

Gesagt getan, in mehreren Monaten habe ich meine Ryu entwickelt, ich wollte darin meinen Weg unterbringen und trotzdem für neue Impulse offenbleiben. Fesseln ist kein starres regelwerk und keiner der Fesselt kann für sich in Anspruch nehmen den einzig richtigen Weg zu lehren.

Entstanden ist ein Handout das alle meine Schüler ausgehändigt bekommen und das so aufgebaut und bebildert ist das man dort auch wirklich nachsehen und verstehen kann wenn es beim üben dann mal Hakt.

Ebenso sind gerade die ersten Kyus zeitlich sehr großzügig bemessen um auch wirklich ein Verstehen und festigen des erlernten zu ermöglichen.

Nachdem ich darauf angesprochen wurde und weil ich es eine Nette Geste finde ist im Abschluss jeder Kyu eine kleine Prüfung des erlernten enthalten samt Urkunde und Siegel.  Damit könnt ihr dann auch gegenüber anderen beweisen das ich euch bestätige das das erlernte auch wirklich fest in euch verankert ist.

Termine und Infos zu Kizuna findet Ihr im Menue, es würde mich freuen den ein oder anderen dort zu sehen, sei es bei mir in Tübingen oder in Stuttgart 🙂

 

Euer Immo alias Q

Die Szene hasst sich ja sooo sehr ;)

Die Ganze Szene ist zerstritten, die ganze Szene ? Nein ein kleines Schweizer Dorf leistet widerstand 😉

Ich durfte letzte Woche ein paar Wundervolle Tage in der Schweiz verbringen wo ich Harukumo helfen durfte seine neue Juku (Schule) einzurichten. Da wir uns seit Jahren immer wieder aber leider viel zu flüchtig über den Weg laufen und ich schon seit längerem diese Freundschaft vertiefen wollte, war das eine Gelegenheit die ich nur zu gerne ergriffen habe.

 

Mittwoch gegen 14 Uhr bin ich in der Schweiz gelandet und wir verbrachten den Nachmittag mit Essen und Besichtigung der Örtlichkeiten. Abends erschien dann, sehr zu meiner Freude, Umino um die Balken zu liefern und beim hochbringen zu helfen.

Ich habe dann den Abbund noch gemacht (die Balkenausklinkungen angezeichnet) und es war Feierabend

Am nächsten Morgen erschien dann nicht nur Harukumo sondern auch Ropu Nawa (den näher kennenzulernen war mir ebenso ein Fest) und wir konnten zu Dritt doch einiges stemmen. Anfangs wollten wir die Balken an die Decke hängen, aber das Bohren rief dann sehr frühzeitig Ärger bei den Nachbarn hervor so das wir kurzerhand auf Hashira als Pfosten umgestiegen sind. Kurz noch eine Verspannung für die Hashira konstruiert und gerechnet und weiter gings.

Fast fertig.

und um die Belastbarkeit der Hashira zu demonstrieren setzte ich mein Leib und Leben aufs Spiel 😉

Gegen Abend stellte sich dann heraus das Ropu Nawa das One Rope dabei hatte, was uns dann ein wenig zum Spielen verleitete.

Harukumo und Ropu Nawa

Und Q-Shibari

 

Bilder vom fertigen Projekt werden folgen 🙂

Lange Still gewesen

Ja es war jetzt lange Zeit Still um mich,

Manche haben es ja mitbekommen, aber für alle anderen hier nochmal der grobe abriss.

Ich habe am 4 Januar bei einem Sturz auf einen Balken das Augenlicht Links verloren, der Augapfel war geplatzt und es stand auch der Totalverlust des Auges im Raum. Etliche Operationen später stand dann fest das ich zumindest das Auge behalten kann aber die Sehkraft nie wiedererlangen werde.

Natürlich kein Grund zum verzweifeln und ich habe noch ein sehr gutes gesundes Auge, trotzdem bin ich nun Arbeitsunfähig und habe noch einige schwere Eingriffe vor mir. Das musste ich erstmal verdauen und mich dran gewöhnen auch was das Fesseln angeht ist es nun anders als früher.

Aber kurzum ich bin wieder da 🙂

Danke an alle die mir in der Zeit zur Seite gestanden haben und mich unterstützt haben, oft genug war ich den Tränen mehr als nahe aber nicht aus Not sondern aus Freude über euch.

Und wer mich näher kennt der kann sich vorstellen das ich auch einäugig für Überraschungen gut bin 🙂

Heute gab es auch einige kleinere Updates in der Galerie sowie ein Miniartikel über Seilpreise und Seilauswahl.

Der heutige Tag

Vaterfreuden 😉

Morgens 4.15 Uhr ein lachender kleiner Sonnenschein weckt mich indem er mir meine Nase um 180 grad drehen will. Böse sein kann man dem kleinen Menschen irgendwie ja gar nicht. Also frisch aus dem Tiefschlaf in den Sohnemannbespassungsmodus gewechselt und so gegen 7.30 Uhr gemeinsam aufgestanden.

7.35 Uhr, Kampf um die Kaffeetasse, ich habe den Kampf gewonnen indem ich den kleinen Löffel geopfert habe he he.

7.45 Uhr, Die ersten Paketdienste klingeln, mit Sohnemann im Arm und der Kaffeetasse in der anderen Hand ist das eine zirkusreife Jongleursnummer.

Da ich ja gerade nichts tun darf laut der Armee von Ärzten die mich nervt habe ich viel Zeit um mich mit dem Kleinen zu beschäftigen und staune jedesmal aufs neue wieviel er und in welch kurzer zeit er lernt. Stündlich lernt er was neues hinzu und man lernt die wahre Bedeutung der Worte entdecken und begreifen kennen.

In letzter Zeit beschäftige ich mich auch mal wieder mehr mit Hishi und Hojo, werde da die tage mal einiges für mich neues ausprobieren 😉 mal sehen ob das Blogreif wird.

 

Terror

Liebe Freunde,

Wieder einmal haben es Lebensformen, Menschen mag ich es nicht nennen, getan. Wieder einmal wurde im Namen einer Fantasiefigur aus religiösem Fanatismus für eine entartete Religion getötet. Unschuldige Menschen starben, ohne Grund ohne Anlass ohne Sinn.

Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer denen ihre Liebsten genommen wurden ohne die Chance sie zu Schützen oder wenigstens Abschied zu nehmen.

Wann begreifen diese Lebensformen endlich das Fanatismus immer nur Schlechtes bringt ? Das Sie nicht nur dem Mensch als Sozialfähige Rasse schaden sondern auch sich selbst und dem was Sie für ihre Sache halten ?

🙁 Ich bin einfach nur entsetzt und traurig.

Ob und zu wem Ihr betet ist mir egal, aber hört endlich auf mit diesen Hirngespinsten taten zu rechtfertigen die durch nichts zu rechtfertigen sind.

Gefährlicher Schwachsinn aus dem Netz

Mir sind ja schon viele wirklich hanebüchene Ideen und Meinungen zu Ohren gekommen. Aber was ich gestern lesen musste (siehe angehängtes Bild) ist eine Spitzenkandidatin für den Darwin Award.

Im eingangspost ging es darum das jemand fragte ob man Dekotruss verwenden könne um einen freistehenden Bondagerahmen zu konstruieren. Da diese Trussen aber nur mit 100 kilo Tragkraft angegeben sind wollte er wissen ob das nicht zuwenig Sicherheit bietet.

Neben einigen fachlich und sachlich guten Kommentaren kam dann auch die Dame mit Ihrer tollen Theorie das Bondagerahmen zusammenbrechen müssen bei Überlastung damit der gefesselte nur leicht verletzt wird anstatt sich zu strangulieren. Als ich dann noch lesen musste das ein bekannter von ihr Explosivdübel verwendet habe in einem Holzrahmen die bei Überlast die Tragkonstruktion destabilisieren wurde es meinem Zwerchfell zuviel „wink“-Emoticon

Generell gilt, Bondagerahmen zumal wenn sie für Suspensions geeignet sein sollen MÜSSEN Stabil und tragfähig sein. Bei meinen Rahmenkonstruktionen gehe ich immer von einer Mindesttraglast zwischen 800 bis 1200 kilo aus. Genauso wichtig ist das diese rahmen sich eben nicht bei 120 kilo Belastung zusammenfalten.

Wer jemand anderen fesselt und oder Aufhängt sollte entweder sehr genau wissen was er tut und wie er den gefesselten sicher wieder runterbekommt und generell vermeiden das Strangulationen überhaupt auftreten können.
Oder aber er sollte eine Legitimation als Henker besitzen und sich vergewissern das sein Opfer auch wirklich zum tode verurteilt wurde und die Gesetzgebung seines Landes auch eine Todesstrafe vorsieht und ihn zur Ausführung ermächtigt hat.

In allen anderen fällen, lasst die Pfoten vom Seil.

Ich rate auch eher davon ab sich an einem rahmen fesseln zu lassen der explosivübel verbaut hat, wenn die dinger hochgehen fliegen erstmal holzschrapnells herum und ihr liegt nicht nur auf der schnauze und kriegt den rahmen ins kreuz sondern ihr habt noch wunderbare splitterbombenverletzungen….

Manchmal wünsche ich mir wirklich eine Art Seilpolizei die solchen Menschen auf die Finger klopft *seufz*

bloedsinn